Tarifvertrag lernsituation

Bei Problemen im Zusammenhang mit dem Unterricht können sich die Lehrer an den Schulleiter oder den Lehrer für besondere Bedürfnisse wenden. Wenn ein Lehrer für einen bestimmten Schüler über einen längeren Zeitraum die Unterstützung eines Lehrers mit besonderen Bedürfnissen benötigt, muss er diese Unterstützung entweder vor Beginn der Schulzeit oder der Unterrichtszeiten beantragen. Die entscheidende Frage sind die Bedürfnisse der Schüler, die auch eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung über die Unterstützung durch den Sonderpädagogen spielen. In akuten Fällen steht je nach Situation Hilfe zur Verfügung, ohne dass formelle Anträge erforderlich sind. Die Dienstbedingungen für Lehrer aller Bildungsstufen und Bildungsarten werden in einem Tarifverhandlungsverfahren und in den einschlägigen Rechtsvorschriften vereinbart. Die Tarifverhandlungen werden zwischen der Gewerkschaft bildung (OAJ) und den Arbeitgeberverbänden geführt, im Falle der Grund- und Sekundarstufe II am häufigsten mit den Arbeitgebern der lokalen Gebietskörperschaften im Abstand von 1 bis 3 Jahren. Der Organisationsgrad der finnischen Lehrer ist international sehr hoch. Fast 95 Prozent der Vollzeitlehrer sind Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung, die Lehrer von der frühkindlichen Betreuung bis zur Hochschulbildung vertritt. Viele Schulen haben auch Lernassistenten, die in den Klassenzimmern zirkulieren und Lehrer und Schüler unterstützen. Die ACT Public Sector Administrative and Related Classifications Enterprise Agreement 2018-2021 ist am 3. April 2019 in Kraft getreten und läuft nominell am 31. Oktober 2021 aus.

Diese Vereinbarung gilt für alle Verwaltungsbeamten, leitenden Angestellten und Schulassistenten. Einige Lehrer und die meisten Schulleiter folgen den allgemeinen “Bürozeiten”. Dies bezieht sich auf die Öffnungszeiten des öffentlichen Verwaltungsbüros (8.00 bis 16.15 Uhr). Diese weichen nach den in den Tarifverträgen vorgesehenen Gründen ab, d. h. gegebenenfalls werden die Gesamtarbeitszeiten eingehalten, wobei die besondere Art der Arbeit der Lehrer und Schulleiter zu berücksichtigen ist. Zu den Aufgaben der Lehrer gehören neben dem Unterricht auch die Planung von Unterrichts- und Vor- und Nachunterrichtsarbeiten. Darüber hinaus sind die internen Entwicklungsaufgaben der Schule und die Zusammenarbeit mit Kollegen, Heimen und anderen Partnern, wie z.B. Personal in der Schülerfürsorge, Sozialhilfe, der örtlichen Familienberatungsklinik, der Polizei, dem Geschäftsleben, integraler Bestandteil der Lehrtätigkeit. Im Tarifvertrag für Lehrer in der Grundbildung wurde eine Zuweisung von 138 Arbeitsstunden pro Jahr und 119 Stunden für Lehrer der allgemeinbildenden Sekundarstufe II festgelegt. Die Kündigungsfrist für Inhaber von Dauerplanstellen hängt von der Dauer der Dienstzeit ab.

Ein Lehrer, der eine ständige Stelle im Dienst einer örtlichen Behörde innehat, und ein ständiger stündlich bezahlter Lehrer können gemäß der Kündigungsfrist, die je nach Dienstdauer zwischen 1 und 6 Monaten schwankt, entlassen werden. Ein Bediensteter auf Zeit (Ersatzlehrer, vorübergehender Inhaber einer unbesetzten Stelle) kann eine Frist von 14 Kalendertagen erhalten. Ein befristeter Vertrag mit fester Laufzeit kann mit einer Frist von 30 Tagen gekündigt werden. Für Staatsbedienstete gelten 2–6 Monate für Dauerbeschäftigte und 30 Tage für Leiharbeitnehmer mit befristeten Verträgen. In der Privatwirtschaft beträgt die Kündigungsfrist laut Tarifvertrag je nach Dauer der Beschäftigung 1 bis 6 Monate. Unternehmensvereinbarungen sind die Hauptquelle für die Beschäftigungsbedingungen in der Direktion. Unternehmensvereinbarungen werden zwischen den Arbeitnehmern und der Direktion gemäß dem Fair Work Act 2009 ausgehandelt. Jede Vereinbarung muss von der Mehrheit der Arbeitnehmer genehmigt werden, die vor der Genehmigung durch die Fair Work Commission abstimmen. Unternehmensvereinbarungen sollten in Verbindung mit den einschlägigen Industrial Awards, Legislation und Standards gelesen werden. Das Verhandlungsverfahren wird durch Tarifverträge für Staats- und Kommunalbeamte und durch das Tarifvertragsgesetz geregelt und in den Hauptarbeitsverträgen zwischen den Arbeitsmarktorganisationen vereinbart.

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